Der historische Bürgerverein trauert um seinen
1. Vorstand Dr. Alfred Spiegel

Gundelfingen 24. Mai 2012

Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wurde am Pfingst-

samstag der im Alter von 62 Jahren verstorbene Real-und Fach-

schullehrer Dr. Alfred Spiegel in seiner Heimatstadt beerdigt.

Schülerinnen der 9. Klassen der Mädchenrealschule der Domini -kanerinnen St. Ursula in Augsburg mit Oberin Sr. Dr. Benedikta Hintersberger OP gaben ihrem Deutschlehrer das letzte Geleit, ebenso Verantwortliche aus der St. Josefskongregation aus Ursberg, wo Dr. Spiegel an der Fachschule für Heilberufe wirkte.

Mit Fahnenabordnung und in historischen Gewändern begleiteten Mitglieder des Historischen Bürgervereins ihren langjährigen ersten Vorsitzenden auf seinem letzten Gang. Im Requiem in der St. Martinskirche, das Stadtpfarrer Johannes Schaufler zelebrierte, nahm Diakon Martin Riß Abschied von seinem Mentor.

In sehr persönlichen Worten zeichnete der Diakon den Lebensweg des Verstorbenen nach. Die bescheiden, humorvolle Art, das geduldige Zuhörenkönnen, sein Einsatz beim Entschärfen von Konfliktsituationen, das Streben nach politischer Verantwortung für junge Menschen sei an dem Pädagogen aus Berufung geschätzt worden. Diakon Riß erwähnte die lebenslange Beschäftigung Dr. Spiegels mit der Geschichte im Allgemeinen und im regionalen Bezug. Seine Doktorarbeit habe er über den Dreißigjährigen Krieg verfasst; weiterhin war Dr. Spiegel Autor von Geschichtswerken für Realschulen. „Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Zukunft meistern“: diese Prämisse hätte Dr. Spiegels Arbeit bestimmt, auch als er 1987 in seiner Heimatstadt den Hist. Bürgerverein initiierte, so der Diakon.

Martin Riß würdigte Dr. Spiegels Fürsorge für seine Familie und sein Bekenntnis zum christlichen Glauben, den er in seinem Reden und Handeln bezeugte. Der Gottesdienst wurde vom Hörnersatz der Nachtwächter und von Iris Lutzmann (Gesang und Violine) umrahmt.

In der Aussegnungshalle nahm Walter Hieber bewegt Abschied vom 1. Vorsitzenden Dr. Alfred Spiegel, der mit ihm als 2. Vorsitzenden 25 Jahre ununterbrochen den Historischen Bürgerverein leitete. „Mit Dr. Spiegel verliert unser Verein seine Mitte“, betonte W. Hieber. Der Verstorbene sei der ruhende Pol gewesen, an dem sich der Bürgerverein aus- und aufrichtete. „Als Gründungsmitglied und als Historiker hat Dr. Spiegel den Kurs unseres Vereins bestimmt“, erklärte Walter Hieber. Unvergessen werden die Vorträge und die Kulturfahrten bleiben, mit denen das geschichtliche Bewusstsein der Mitglieder erweitert wurde. Dr. Spiegel sei ihm stets ein zuverlässiger, kompetenter, vorausschauender Partner gewesen, getragen von Mitmenschlichkeit, Wärme und tiefen Gedanken, rühmte Walter Hieber seinen nun verstorbenen 1. Vorsitzenden. Für die Alterskameraden sprach Fritz Burkart Worte des Dankes und des Trostes. Eine Abordnung der Stadtkapelle begleitete den Trauerzug. (GW)

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